RNF Telekoch Gedanken (Februar 2007)
Wie wir auf der Startseite bereits bekannt gemacht haben sind wir in der Februar und März Ausgabe des RNF Telekochs am werkeln.
Peter Finkenwirth “der Telekoch” der 15 Jahre die Sendung bekochte schied für uns alle plötzlich und unerwartet aus dem Leben. Wir trauern noch heute um Ihn und wünschen seiner Familie und Freunden die Stärke die man braucht um so einen Verlust zu überwinden. Gerade im letzten Jahr haben wir viel zusammengearbeitet und der Peter war es, der uns auf die Gaumenfreuede Messe nach Ludwigshafen brachte und mich selber sogar auf die Kochbühne.
So kam es auch, dass wir auch beim RNF schon die Vertretung für den Telekoch bei einem Partyservice übernahmen.
Aber das Leben muss weitergehen. Oder ” The Show must gon on” wie Herr Siegelmann so schön beim Marktrundgang sagte. Auch wenn Ihn keiner ersetzen kann so möchte das RNF und Herr Siegelmann die Sendung weiterführen und ich denke und hoffe das auch Peter Finkenwirth es so gewollt hat.
So bekamen wir einen Anruf ob wir bereit wären die erste Sendung beizuwohnen. Nach kurzer Überlegung und Überraschung (warum ich ?) haben wir natürlich zugesagt. Es war uns eine große Ehre die erste Sendung im Februar zu begleiten.
Der Rundgang im Studio
Nach einem Rundgang durch die Studioküche (Ist ja doch etwas anders wie am heimischen “Ochsen” Herd ) haben wir dann die Gerichte zusammengestellt und die Rezepte entwickelt.
Es sollte passend zum Dornfelder sein, da der Dornfelder der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor gerade wieder einen Preis dafür erhalten hat. Ausserdem finde ich ein schöner Wein passend zum Winterwetter. Die Entscheidung fiel dann auf Lamm. Erstens wollten wir was von unserer Karte kochen um keine Experimente zu wagen und zweitens ist es ein absolut passendes Gericht zum Dornfelder.
Rezepte schreiben…
Das ganze dann auf Papier zu bringen war garnicht so einfach. Fast alle Köche kochen nach Gefühl und wissen die ungefähren Mengen. Aber dann aufschreiben.
Naja, nach einmal kochen und eine halben Nacht am Computer haben wir es dann zum RNF schicken können.
Zum Glück hat das RNF tolle Mitarbeiter die dann noch die Kommafehler ausmerzen konnten und den Text etwas verständlicher formulierten.
Aber ich bin ja auch Koch und kein Schriftsteller.
Die erste Hürde war also genommen und dem Fernsehen gefiel das was wir kochen wollten.
Der Termin rückt näher…
Dann kam die große Woche wo alles aufgezeichnet werden sollte.
Beim Gemüseeinkauf haben wir nach den schönsten Produkten Ausschau gehalten, denn das Gemüse sollte ja ins Fernsehen und das kann nicht jedes Gemüse.
Also trafen wir eine Auswahl und suchten uns das beste raus.
Wir haben alles zusammengestellt und danach bei uns in der Küche gerichtet. Damit alles auch in der passenden Zeit fertig wird haben wir die Gerichte dann noch einmal bei uns gekocht. Dabei haben wir 5 Minuten abgezogen von der Zeit die wir eigentlich haben denn hier im Ochsen zählt der Heimvorteil. Das hat ja schon mal geklappt…. Puhhh.
Also alles eingepackt und es ging los zum Fernsehen.
Die Aufnahmen…
Dort angekommen wurden wir von allen sehr nett begrüsst. Es war schon alles aufgebaut und wir konnten direkt in die Küche und alles einräumen. Kurz noch alle Schubladen durchgeschaut damit wir alles haben und dann ging es so langsam in die heiße Phase. Erst wurde das kleine Gericht aufgenommen was irgendwann in RNF Life läuft.
Die Zutaten schön angerichtet und alles bereitgelegt ging es erstmal zur Maske.
Mein erstes mal, das ich Schminke im Gesicht habe. Unangenehm war es nicht, aber ungewohnt. Macht auf jeden Fall Jünger und ich hoffe Schöner ![]()
Nun ja zurück im Studio wieder in die Küche wo ich mich recht wohl gefühlt habe denn das war gewohnte Umgebung. Nun wurde alles durchgesprochen was in den nächsten Minuten abläuft.
Dann kam noch das Mikrofon an die Jacke was bei meinen Kochjacken garnicht so einfach ist. Aber es passte dann ![]()
Die kleine Sendung…
Also los… Die Regie gab die Anweisung und dann 10..9..8.. Start.
Aufgeregt habe ich das Gericht gezeigt und Herr Siegelmann schaut mir über die Schulter.
Was er gefragt hat und was ich gesagt habe sehe ich selber erst wenn die Sendung läuft
Ich weiß es wirklich nicht mehr. Nun ja aus den 5 Minuten sind 6 geworden aber alles war im Kasten. Ich hatte glaube ich bloß die Tomaten oder sowas vergessen aber das fällt hoffentlich nicht auf. Die Regieassistentin und viele andere kamen auf mich zu und sagten das es sehr gut war. Das baut auf und hilft die Aufregung für die große Sendung in den Griff zu bekommen.
Die große Sendung…
Dann kam der Umbau und die Zutaten für die große Sendung.
Zum Glück war meine “Fast” Frau Antje dabei die mir unheimlich geholfen hat und als moralische Unterstützung unersetzbar ist. Sie gab mir alles was ich so dachte zu brauchen und wir richteten es nett an der Seite an.
Dann haben wir mit dem Kamerateam (Es waren 3 oder 4 Kameras) besprochen wo ich koche, und wo ich anrichte. Denn die Kameras müssen ja ungefähr wissen was Sie aufnehmen sollen und können.
Upps noch die Teller vergessen … also noch schnell die Teller gerichtet und dann ging es auch schon los.
Herr Siegelmann hat zum Glück durch seine Fragen das ganze unterstützt und ich musste nicht all zu viel frei reden. Aber es klappte das ich überhaupt was sagen konnte (Worüber ich echt froh war) Ich machte mich ans kochen und erklärte ein wenig und das funktionierte zum Glück auch noch.
Bloß die Zeit …. Die Regieassistentin zeigte mir immer Schilder mit der Restzeit und das wurde immer weniger… (Zum Glück habe ich Sie dann auch irgendwann gesehen wo ich Sie doch beim ersten mal durch die Aufregung übersehen hatte)
Noch 3 Minuten noch 2 Minuten noch eine… Ohhh ich muss anrichten.
Also schnell angerichtet und alles schön serviert. Herr Siegelmann sprach dann noch das Schlußwort und dann war es rum.
Geschafft… Bis auf 2 Minuten Verspätung hat alles geklappt, nichts ist angebrannt und alle waren recht zufrieden mit der ersten Sendung.
Die Zeit bei so einer Aufnahme geht auf jeden Fall schneller rum wie beim normalen kochen…
Danach…
Dann kam das Team zum Essen
Es darf ja nix übrig bleiben.
Das wichtigste: Es hat allen geschmeckt.Â
Es war auch alles recht schnell wieder abgebaut und wir konnten uns verabschieden von einem tollen Team beim RNF. Alle waren sehr herzlich was sehr hilfreich war bei der ersten Sendung. Die Aufregung und Anspannung wurde mir dadurch unheimlich genommen.
Das erste mal im Fernsehen…
Der große Tag am 30. Januar 2007…
Die erste Ausstrahlung war angesetzt. Ich stand in unserer Küche und war am kochen. Ich hatte großes Glück das wir alle Essen bis um 19.30 Uhr geschickt hatten und ich konnte dann schnell nach oben.
Das erste mal im Fernsehen…
Was mir aufgefallen ist : Alles ist Wunderbar :-)))
Und was noch … Ich sollte abnehmen. Im Fernsehen kommt man etwas kleiner und runder rüber.
Aber im Großen und Ganzen hat es uns gefallen was wir sahen.
Die kleine 5 Minuten Sendung haben wir noch nicht sehen können, kommt aber irgendwann Diestags. Ich hoffe, genau so nett wie die große Sendung.
Ich hoffe natürlich das es den Zuschauern und Gästen auch gefällt und das die Resonanz positiv ist. Uns hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht und wir möchten uns auch noch mal beim RNF und insbesondere bei Herr Siegelmann dafür bedanken das wir diese Chance bekommen haben.
Marc Kunkel
im Februar 2007
Â
P.S. Wir hätten gerne Bilder gezeigt aber durch die ganze Aufregung haben wir einfach vergessen welche zu machen. Vielleicht klappt es bei der nächsten Sendung…
2. P.S. Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben wie Sie die Sendung fanden oder Ihre sonstigen Gedanken zur Sendung. Einfach an mail@ochsen-mannheim.de …
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